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Erstellt am: 01.01.1970

Mac (6965)

Rasse: English-Olde English Bulldog Mix
Geboren: ca. 01/2015
Geschlecht: männlich kastriert
Abgabegrund: Rückgabe - Überforderung

UPDATE FACEBOOK vom 18. Juni 2018

Der Trend geht in den letzten Jahren zum Bulldog, wie wir manchmal finden. So wie "Grün ist das neue Blau", scheint der Bulldog der neue Chihuahua zu sein oder so. Die häufig so verniedlicht bezeichnete "Knutschkugel" erobert mit großen Kulleraugen und Breitmaulfroschgrinsen die Herzen der Menschen, auch der nicht alt eingesessenen Fans dieser Rassen.
Aber was, wenn die Knutschkugel nicht weiß, dass sie knutschen soll, sondern beißt? Wenn die Knutschkugel unterm Strich auch "nur" ein Hund mit hündischen Bedürfnissen ist? Was dann? Dazu stehen, dass man einen (neuen) Hund in sein Leben gelassen hat? Mit ihm arbeiten, ihn führen, ihn anleiten, ihm ein Partner sein? Probleme bewältigen? Oder die Alternative?
Hier die traurige Alternative...

Mac's Geschichte - Ein Klartext

Mac haben wir vor knapp einem Jahr als Abgabehund bekommen, da sich die Lebenssituation seiner vorherigen Halterin verändert hatte und für Mac keine Zeit mehr übrig war. Er wurde uns als situativ unsicherer Hund beschrieben, der die ein oder andere erzieherische Baustelle habe. Er hat sich uns als gehorsamer sensibler Rüde präsentiert, der dankbar menschliche Klarheit, Struktur und Führung annimmt.

Mac hat sich in seinem früheren Leben schon Raum gemacht, indem er nach fremden Menschen schnappte. In der Charaktereinschätzung, die wir in unserem Tierheim mit so gut wie jedem Hund machen, hat sich bestätigt, dass er durchaus seine Zähne einsetzen würde, um zu bekommen, was er will oder besser zu verhindern, was er nicht will. Sein Verhalten ist das Ergebnis einer grenzenlosen Erziehung in einem instabilen Sozialsystem, in dem er trotz menschlicher Gesellschaft auf sich allein gestellt war. "Schutz" und Anleitung, wie das Leben funktioniert, wurden ihm unwissentlich verwehrt. Wir haben bei uns über ihn herausfinden können, dass er Menschen und Situationen kontrollieren gelernt hat und dass er eine gewisse Beutepassion besitzt, die der ein oder anderen Joggerwade ein kreatives Zahnmuster verpassen könnte.

Nachdem wir uns ausgiebig eine Landkarte seines Verhaltens gemacht haben, hatten wir nach monatelanger Suche scheinbar endlich das richtige Zuhause gefunden. Kinderloses Paar mit großem Haus, Grundstück, viel Zeit und zwei vorhandenen Hunden... Treffer! Der hoch soziale Mac konnte nach einer mehrwöchigen Kennenlernphase, in der viele Gespräche mit den Interessenten geführt wurden, viele Treffen mit unseren Trainern absolviert wurden, endlich ausziehen.
Als weiterhin einer der Trainer konsultiert wurde und uns regelmäßig berichtet wurde, wie gut sich unser Bub macht, waren wir froh und erleichtert.
Unsere Freude hielt genau drei Monate. Bis zu dem Anruf, irgendwann, dienstags abends um 21.00 Uhr. "Ich bringe dir Mac. Er hat gebissen." Um 22.20 Uhr hatte unsere Hundepflegerin ihn wieder in den Zwinger gesetzt und er hatte es nicht verstanden.

Wir hatten im Vorfeld beraten, trainiert, informiert, vorgebetet, beschworen, getestet... Aber wir hatten nicht damit gerechnet, dass man uns Probleme verschweigt, die in einem Biss des eigenen Halters gipfeln würden.

Lange Rede, kurzer Sinn; Mac wurde nicht ernst genommen und einmal mehr lebte er ein grenzenloses Leben, das ihn selbst seine Umwelt kontrollieren ließ.
Er ist nun also zurück. Biss sich zurück in unsere Herzen und wir arbeiten weiter mit ihm bis die richtige kompetente Person kommt, die unsere Arbeit weiterführt.

Dieser Hund ist jeden Schweiß, jedes Durchhalten, jedes Dranbleiben wert. Er ist aufmerksam, bindungswillig und bereit, seine Verantwortung für sich, die er einst übernehmen musste, abzugeben.

Mac wurde bei seiner früheren Besitzerin kastriert, kann stundenweise alleine bleiben, versteht sich mit Rüden und Hündinnen, fährt gut im Auto mit und ist drei Jahre alt. Er wird NICHT in eine Familie mit Kindern vermittelt.

Mac ist ein eher unsicherer Hund, der sich hier im Tierheim sehr nach menschlichem Anschluß sehnt. Wir suchen für Mac ein Zuhause bei Menschen, die ihn sicher und souverän führen. Hundeerfahrung ist Grundvoraussetzung. Der sozialverträgliche Rüde könnte gut mit einer Hündin zusammen leben, die ihn stabilisiert und die neuen Halter bei der Erziehung von Mac unterstützt. In eine Familie mit Kindern werden wir Mac nicht vermitteln, er wurde nicht auf Kinder sozialisiert und gruselt sich zum Teil sehr von ihnen. Sein Grundgehorsam ist ausgesprochen gut, er fährt prima im Auto mit, ist stubenrein und kann recht gut alleine bleiben. Der sensible Mac braucht dringend eine stabile Mensch-Hund-Beziehung, in der er lernt, sich auf seinen Menschen verlassen zu können. Hier im Tierheim lässt er sich auf vertrauensbildendes Training ein und reagiert positiv darauf.



Kontaktdaten:
bmt Tierheim Elisabethenhof
Siedlerstr. 2
61203 Reichelsheim Dorn-Assenheim

Telefon:
06035-9611-0

Fax:
06035-961118

Zusatzinformationen:
Tierheim Öffnungszeiten:

Mo/Mi/Do/Fr 15-17 Uhr
Sa 14-17 Uhr

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