Diese Internetseite benötigt Java-Script. Bitte aktivieren Sie im Browser die Java-Script Unterstützung.

Detailansicht

Erstellt am: 31.10.2006

Steckbrief Kaninchen

Herkunft:
Hauskaninchen stammen vom europäischen Wildkaninchen ab. Obwohl die Zwergkaninchen auch als “Zwerghasen” bezeichnet werden, haben sie nichts mit dem Feldhasen gemein. Sie können sich mit diesem auch nicht verpaaren.

Allgemeines:
Gruppentiere - für Einzelhaltung ungeeignet: In der Paarhaltung im besten Fall: kastrierter Bock mit Weibchen. Kastrierte oder unkastierte Kaninchenböcke in Zweierhaltung vertragen sich in den seltensten Fällen, ebenso wie weibliche Kaninchen. Junge weibliche Tiere verstehen sich meist nur bis zur Geschlechtsreife.

Handling:
Umfassen mit beiden Händen oder mit einer Hand an der Genickfalte, sofort den Bauch bzw. Hinterteil mit der anderen Hand von unten unterstützen - nie an den Ohren hochheben!
Da Kaninchen keine Kuscheltiere sind und ein Hochnehmen für sie meist sehr unangenehm ist, sollten sie nur hochgehoben werden, wenn es unbedingt nötig ist (Zahn-/Krallen-/Afterkontrolle etc.).

Lebenserwartung: 8 - 12 Jahre
Fressen Blinddarmkot zur Vitaminversorgung
Hitzeempfindlich da Höhlenbewohner und Dämmerungstier

Nicht so problemlos, wie oft angenommen:
Schreckhaftigkeit, Beißen, Kratzen - verstärkt bei Weibchen, die sich im Käfig von der menschlichen Hand gestört fühlen
Unkastrierte Rammler markieren mit Urin, Häsinnen sind oft aggressiv aufgrund von Hitze oder Scheinschwangerschaft, verteidigen ihren Stall mit stellenweise massivem Drohen, Kratzen, Beißen. Angriff geht nach vorne, da kein Hinterausgang wie im natürlichen Bau vorhanden. Natürliches Fluchtverhalten ist in der heutigen Käfighaltung nicht mehr möglich!

Anfälligkeit (Bitte nie mit dem Gang zum Tierarzt zögern!):
Verdauungsstörungen
Durchfall (Vorsicht im Sommer - auf Fliegenmaden achten!)
Infektionen der oberen Luftwege/Pasteurellenschnupfen (oft chronischer Verlauf)
Fehlstellungen der Zähne (meist aufgrund Fehlernährung)
Abzesse (Eiteransammlungen) im Kopfbereich
Wunde Stellen an den Hinterläufen (unsaubere Einstreu!)
Fettleibigkeit (oft aufgrund Bewegungsmangel und Fehlernährung)
Trommelsucht
Myxomatose, RHD (Chinaseuche) (Impfschutz bei Innen- und Außenhaltung!)

Fütterung:
Frisches Wasser (Tonnapf; keine Trinkflaschen verwenden, da sehr unhygienisch und kein natürliches Trinken möglich!)
Heu ist Grundnahrungsmittel! Muß immer ausreichend und frisch zur Verfügung stehen! (Wichtig für das Abmalmen der Front- und Backenzähne sowie für die Verdauung!!!)
Grünfutter: Apfel (ohne Kerne!), Möhre, Fenchel, Sellerie, Möhrengrün, Petersilie, Löwenzahn, Gänseblümchen, keine Kohlgewächse (verursachen Blähungen und Durchfall - auch keine Kohlrabistücke und -blätter)
auf Körnermischungen im besten Fall ganz verzichten (langsam reduzieren), ansonsten höchstens 1 Eßlöffel pro Tier pro Tag - möglichst eine Mischung ohne Mais und Getreide (zu schwer verdaulich und zu zuckereich, Fütterung führt zu Verfettung und zieht Folgekrankheiten mit sich); Fütterungsempfehlung: Deukanin-Pellets, JR Farm Degu Premium oder JR Farm Degu-Light.
Keine milch- oder zuckerhaltigen "Leckereien" (keine Yoghurt-Drops, keine Nagerstangen etc.)
selten: Knäckebrot (keine Brotreste und Gebäck = Schimmelpilze!)
Nagematerial/Mineralienlieferant: Äste von Weide, Buche, Haselnuß, Apfel- und Birnbaum
Keine Salz- und Minerallecksteine oder ähnliches!

Unverzichtbar:
Mindestens 4-6qm großes Gehege für 2 Kaninchen (24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche)! Eingesperrt in einem handelsüblichen Käfig können die Tiere ihren Grundbedürfnissen nicht nachkommen!
Kaninchen sind intelligente, neugierige und sehr bewegungsaktive Tiere - nichts ist schlimmer als eine eintönige Haltung ohne Abwechslung. Große Wasserrohre und Holzgiebel zum Durchlaufen, Baumstämme und Steinhaufen zum Klettern: Öfter mal anders arrangiert macht dies das vorwitzige Tier beim Laufen im Außengehege oder in der Wohnung glücklich.
Auch Buddelkisten mit Spielsand (Baumarkt) in der Innenhalung werden von vielen Kaninchen gerne angenommen.

Übrigens:
Kaninchen können prima draußen überwintern, ein warmer und trockener Stall (in einem großen, sicheren Gehege!) auf niedrigen Beinen muß als Unterschlupf gewährleistet sein. Gewöhnung ab dem Sommer, damit sich das Fell entsprechend entwickeln kann sowie Impfung gegen Myxomatose und Chinaseuche. Die Tiere sollen natürlich nicht über Nacht in ihren "Stall" gesperrt werden!

Internettipp:
www.info-kaninchen.de.tl

Buchtipp:
Ruth Morgenegg - Artgerechte Haltung ein Grundrecht auch für (Zwerg-) Kaninchen (tb-Verlag), ISBN 3-9522661-1-6



Bei Fragen nutzen Sie bitte das folgende Formular. Die Daten werden uns direkt übermittelt und bearbeitet. Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder aus (*), bevor Sie auf die Schaltfläche "Anfrage senden" anklicken.


Anrede:
Vorname:
Name:
Strasse:
Plz:
Ort:
Land:
Mailadresse:*
Telefon:
Ihr Text:


  Druckansicht im neuen Fenster (Datei/Drucken klicken)


Kontaktdaten:
Tierheim Köln-Dellbrück
Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V.
Iddelsfelder Hardt
51069 Köln



Telefon:
0221/68 49 26

Fax:
0221/68 18 48

Zusatzinformationen:




Zurück zur Übersicht...




(C) Das Copyright auf eingepflegte Bilder, Texte und Dokumente liegt bei dem jeweiligen Rechte-/Lizenzinhaber.

Content System CoMedius Presenter - (C) Copyright 2020 by CoMedius - Business Solutions